Lauftagebuch [16] – MAlter ist dat heiß

Nach längerer Zeit habe ich mich mal wieder dazu durchgerungen über meine letzten Läufe zu berichten. Ganz oben dabei und eines meiner Highlights dürfte der spontane Halbmarathon auf Malta gewesen sein, den ich mit meinem Busenkumpel @moep0r unternommen habe. Geplant waren eigentlich nur 10-15 km zum Abschluss seines #moep0rtons. Allerdings sind die Busse hier nicht besonders zuverlässig, sodass wir den Weg nach Mdina laufen mussten, anstatt gemütlich zu fahren. Direkt nach dem Frühstück zeigte ich meinem Kumpel den Vogel, ließ mich aber trotzdem überreden und lief trotzig los. 

Der Weg nach Mdina war bis auf die letzten 300m relativ eben und entsprechend nicht das Problem. Allerdings spürte man die Sonne bereits um 11 Uhr und wir kauften uns 2 Liter Wasser in Mdina und süppelten das Ganze auf Ex.

Nach der kleineren Pause ging es dann weiter zu den Dingli Cliffs, den sehr beeindruckenden Steilklippen auf Malta. Wir waren beide super glücklich, als wir ankamen und machten hier einige Fotos bei dem sonnigen Wetter. Mittlerweile prallte die Sonne auf uns und ich war froh wenigstens die Mütze dabei zu haben. Leider verlor ich hier irgendwo mein Loop.

Das Ziel, Ghar Lapsi, war also nicht mehr ganz so weit. Wir improvisierten bei der Strecke und schauten auf Maps, suchten in der Landschaft den Weg und liefen die Schotterwege weiter. Zum Glück ging es ab jetzt nur noch bergab. Die letzten 1-2 Kilometer musste ich mich arg überreden zu laufen. Es lohnte sich aber, denn der Sprung ins Meer war einer der schönste Momente in meiner Laufbahn (ha!).

Die anderen Tage auf Malta nutzten wir zum Wandern, Besuchen der wunderschönen Hauptstadt Valletta und einer Game of Thrones Tour. Ein weiteres Highlight war die Bootstour zur Insel Gozo mit einem Zwischenstopp in der blauen Lagune. Natürlich war das ganze touristisch Überlaufen, aber ich hatte unglaublich viel Spaß ins Meer zu springen und einfach abzuschalten, bevor es dann nach Gozo ging.

Dort angekommen hatten wir das Glück von einem Einheimischen in seinem umgebauten Jeep mitgenommen zu werden. Es wirkte in der alten Karre fast wie eine Safari. Wir besuchten ein paar Orte, allen voran die Kathedrale Mariä Himmelfahrt. Insgesamt ein sehr schöner Tagestrip den ich nur empfehlen kann. Genauso wie Malta als Urlaubsziel. Sehr schöne Insel mit sehr gastfreundlichen Einheimischen, gutem Bier und einer beeindruckenden Geschichte.

Der Lauf war übrigens am 30. Juni. Den Juli bin ich, obwohl ich frei hatte, kaum gelaufen (57km), sodass ich jetzt im August bei etwa 634km bin. 1000 werden es dieses Jahr also leider nicht. Trotzdem fühle ich mich gut 🙂


2019: 634,7km – August: 76km

Lauftagebuch [15] – Dänemark

Heute melde ich mich aus dem Urlaub zurück. Es ging nach Dänemark, um genau zu sein nach Ebeltoft. Sehr schöne Landschaft, lange Strände und zu meiner Verwunderung recht hügelig (nicht zu verwechseln mit hyggelig: dänisch für gemütlich). Um es Vorweg zu nehmen: es war (Ebel)töfte 😉

Nach der längeren Fahrt in den Norden machte ich mich auch direkt auf den weg, um ein bisschen Bewegung zu bekommen. Ich fand eine schöne Strecke am Strand entlang, die sich allerdings als ungeeignet herausstellte, weil es sich um einen Steinstrand handelt. Zum Glück war es lediglich nur 1 km am Strand entlang.

Deshalb suchte ich mir am Montag eine Strecke, die hinter dem Strand entlang führte. Eine wirklich abwechslungsreiche Tour auf Straße, Sand, Wald und leichtes Moor.

Am Mittwoch machte ich lediglich eine kleine Runde, um wieder ein wenig Bewegung zu bekommen.

Der Donnerstag stand ganz im Namen von Forest Gump, der am Abend zuvor im TV lief. Klingt vielleicht übertrieben, aber der Film motivierte mich ungemein, um einfach loszulaufen und zu schauen, wo mich meine Beine hintragen. Also lief ich am Strand entlang Richtung alter Fährhafen, machte hin und wieder Fotos von der schönen Landschaft und traf auf einige Jogger, die freundlich grüßten. Ein wirklich schöner Lauf muss ich sagen 🙂

Die Woche gab mir neue Motivation für die nächsten Läufe.


2019: 409 km – Mai: 70 km

Lauftagebuch [14] – Nur fliegen ist schöner

Nach einer längeren Pause und mehreren kleinen Läufen in der Umgebung konnte mich der moep0r überreden, mal wieder zusammen zu laufen. Ziel war der Flughafen in Bielefeld. Also packte ich meine Klamotten ein, schwang mich auf mein Fahrrad und fuhr die 6 km zu ihm. Angekommen und aufgewärmt schmiss ich mich in Schale und es ging los.

Der erste Kilometer war dann auch schon der anstrengendste mit etwa 70 Höhenmetern. Dafür waren wir aber auch direkt im schönen, kühlen östlichem Teuto. Danach ging es einige Zeit bergab und ich war guter Dinge.

Doch leider sollte ich nicht ganz Recht behalten und die 15 km waren 1-2 km zu viel nach der krankheitsbedingten Pause. In den letzten Kilometern mussten wir dann ein paar Abschnitte gehen, um erneut die Zähne zusammen zu beißen und weiter zu laufen.

Nichtsdestotrotz hat es wieder viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die Läufe in Dänemark in der kommenden Woche 🙂


2019: 366,3 km – Mai: 27 km

Lauftagebuch [12] und [13] – kein leichter Lauf

Diese Woche fiel mir der längere Lauf sehr, sehr schwer. Ich weiß gar nicht, was es genau war. Keine Motivation? Keine Puste? Anfangs war ich noch super enthusiastisch. Das Wetter spielte mit; die Sonne kam immer mal wieder raus und ich entschloss dieses Mal mittags loszulaufen. Aber beim ersten richtig Anstieg zur Sparrenburg merkte ich schon, dass es nicht so läuft wie die letzten Male. Das zog sind dann im Endeffekt so weiter und ich machte mehrmals eine kleine Pause. Nach knappen zwei Stunden war ich dann auch froh, endlich wieder zu Hause zu sein, weil sich mein Magen ebenfalls beschwerte.

Hoffentlich kann ich mich die nächste Woche wieder mehr motivieren. Erfreulich ist allerdings, dass ich im März 109 km geschafft habe. Es geht also ganz gut voran!

Was mich noch motiviert: ich habe eine bessere Möglichkeit gefunden, meine Läufe mit der Watch aufzuzeichnen. WorkOutDoors heißt die App, die nicht nur genauer aufzeichnet als Strava, sondern auch super anpassbar ist. Die Aufzeichnung lässt sich anschließend sehr einfach zu Strava hochladen, wenn man möchte. Ich weiß nicht, warum mich solche Kleinigkeiten begeistern können, aber ich freue mich auf die kommenden Läufe, mit dem neuen Companion. Und hoffentlich auch dem moep0r.


2019: 296,2 km – April: 23 km

Lauftagebuch [10] und [11] – erster Halbmarathon

Wie immer fing ich diese Woche mit dem kleinen Lauf an. Da ich bei meinen letzten Läufen mit Patrick einen Unterschied in der Distanz bemerkte, wollte ich diese Woche herausfinden, ob sich die Aufzeichnungen über Strava zwischen Watch und iPhone groß unterscheiden. Also startete ich am Wochenende Strava auf beiden Geräten und traf mich mit meinen Laufkollegen moep0r am Tierpark.

Ich muss sagen, dass ich mich diese Woche sehr viel fitter fühlte als bei den letzten längeren Wochenendläufen. Die Anstiege konnte ich hochlaufen und mir ging es sowohl während, als auch nach dem Lauf super gut. Und das bei meinem ersten Halbmarathon. Das motiviert doch 🙂 Zuhause musste ich dann feststellen, dass die beiden Aufzeichnungen etwa 1,5 km auseinander liegen. Die Route, die das iPhone aufgezeichnet hat sieht sehr viel genauer aus. Das ärgert mich dann doch etwas. Sind all meine Läufe der letzten Monate so ungenau? Mal sehen, wie ich jetzt weiter vorgehe.

Abends konnte ich mich dann sogar noch aufraffen, um essen zu gehen und zum Konzert von Kapelle Petra zu gehen. Im Großen und Ganzen also ein sehr schöner Tag. Danke an Patrick für die Konzertkarte!

P.S. mein Zehnagel hat sich leider gelöst 🙁 Hoffentlich wird das wieder…


2019: 272,9 km – März: 109 km

Lauftagebuch [8] und [9] – ubersee

In dieser Woche lief ich wie immer die kleine Runde. Am Wochenende ging es dann mit dem guten moep0r zum Obersee. Wir waren am Ende doch etwas überrascht, dass die Runde doch so kurz geraten war und, dass wir auf die etwa 15 km 1,2 km Abweichung hatten. Ich werde demnächst mal eine andere App zur Aufzeichnung ausprobieren oder Mal nur mit meiner Watch los laufen. Nichtsdestotrotz waren wir uns einig, dass die nächsten Läufe etwas länger ausfallen sollten und ich freue mich schon drauf, wieder zusammen loszulaufen.


2019: 245,6 km – März: 81 km

Lauftagebuch [6] und [7] – Aprilwetter

In dieser Woche konnte man das Wetter vorm Laufen kaum erahnen. Nichtsdestotrotz versuchte ich an zwei Tagen mein Glück und wurde nur beim zweiten Mal vom Regen überrascht. Ich lief also die übliche Route an der Sparrenburg vorbei zum Eisernen Anton und staunte nicht schlecht, was der Sturm letzte Woche mit den Bäumen gemacht hat. Bäume wurden nicht nur entwurzelt, sondern auch vom Wind „geschält“, sodass die Rinde überall verstreut lag.

Ich bin wirklich froh, eine neue Jacke zu haben, die mich trocken und warm hält. Eine weise Anschaffung in der letzten Woche, denn sonst hätte ich wahrscheinlich die letzten Läufe nicht machen können, ohne mir den Tod zu holen. Die ersten 8 km beim zweiten Lauf kamen mir irgendwie super entspannt und schnell vor. Vielleicht ein kleiner Trainingsfortschritt?

Auf die Ohren gab es diesmal die großartigen Podcasts „Freakshow“ und „durchgespielt„.


2019: 225,6 km – März: 61 km

Lauftagebuch [5] uberwind, uberregen, uberkrome

Was hat mir Spotify da in die Bibliothek gespült? :3

Das Spitzenwetter haben wir momentan dem Sturmtief Eberhard (oder uberhard, ha) zu verdanken. Ich wartete also am Samstag einen, wie ich dachte, guten Zeitpunkt ab und lief Richtung Burg mit dem Ziel „Eiserner Anton“. An der Promenade kamen mir dann einige fleißige Jogger entgegen, die vor dem hereinbrechenden Sturm und Regen zu fliehen schienen. Wie sich herausstellte, taten sie gut daran, denn einige hundert Meter später brach der Himmel ein. „Oben“ angekommen kämpfte ich mich durch Matsch und musste teilweise wirklich aufpassen, wo ich hintrete, um wenigstens nicht in die tiefsten Pfützen zu treten oder auszurutschen. Nach dem Eisernen Anton wurde ich allerdings mit Sonne und einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

Ich muss sagen, der Lauf war auf jeden Fall befreiend und tat gut. Vielleicht war er auch ein wenig leichtsinnig. Uberhard sei Dank, bin ich nach 17 km gut zu Hause angekommen.


2019: 202,5 km – März: 38 km

Lauftagebuch [3] Peter auf’m… wo zum Geier sind wir

Nass, kalt, windig. Kurz, das perfekte Laufwetter, um sich mit moep0r zu verlaufen (Ha!). An der Sparrenburg entschieden wir uns den Weg zu Peter auf’m Berge einzuschlagen. Auf dem Berge wurde es dann auch ziemlich windig und frisch. Ich schätze ich werde moep0rs Rat annehmen und mir einen Wind Breaker kaufen.

Nicht desto trotz war es, vielleicht auch wegen der Irrwege zum Schluss, ein schöner Lauf, bei dem ich mich dieses Mal wirklich fit fühlte. Es sind auch einige Höhenmeter für den März dazu gekommen und ich freue mich schon wieder auf den nächsten Lauf im Teuto!


2019: 180,3 km – März: 16 km